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Sächsische Zeitung: "Eine Tasse für Heidenaus Weihnachtsmarkt"

09.07.2019

Die Ausschreibung des Marktes war umstritten. 
Nun stellt der neue Organisator seine Pläne vor. Was bleibt und was sich ändert.

 

Eins war klar: Es gibt trotz Ausschreibung auch dieses Jahr wieder am ersten Adventswochenende einen Weihnachtsmarkt in Heidenau. Die Ausschreibung jedoch sorgte für Diskussionen.


Für den Heimat- und Kulturverein kam eine Beteiligung nicht infrage. Wie also wird der Markt nun aussehen und wer gestaltet ihn? Die Stadt Heidenau hat sich für die nächsten drei Jahre für die Agentur Schröder aus Dresden entschieden. Eine Neuerung ist schon fertig. Was haben die Dresdner sonst noch in Heidenau vor?


Warum bekommt der Markt eine Tasse ohne Jahreszahl?

 

Genau 5 000 Heidenauer Weihnachtsmarkt-Tassen lässt der neue Markt-Betreiber anfertigen, das sind eine ganze Menge. Weil die Marktmacher nicht wissen, wie sie angenommen werden, sprich wie viele für drei Euro das Stück verkauft werden, tragen die Tassen erst einmal keine Jahreszahl. Dafür haben sie aber ein anderes kleines wichtiges Zeichen: Das Signet des Zentrumsvereins. Das soll für einen Neubeginn stehen. Vor allem zwischen dem Zentrumsverein mit seinem weihnachtlichen Treiben auf der Thälmannstraße und dem Heimat- und Kulturverein, der den großen Markt organisierte, knirschte es immer wieder. Die Tassen können an jedem Glühweinstand abgegeben werden. Den Preis für den Wein legt jeder Händler selbst fest.

Wie werden die drei einzelnen Märkte zusammengeführt?


Bisher gab es neben dem eigentlichen Weihnachtsmarkt den Bereich der Wohnungsgenossenschaft am Brunneneck und den des Zentrumsvereins am Anfang der Thälmannstraße. Diese drei Bereiche bleiben auch, sollen sich jedoch zu einem Ganzen fügen. Das wird sich unter anderem in der äußeren Gestaltung sowie einem gemeinsamen Faltblatt zeigen. Dennoch behält jeder seine Unverwechselbarkeit.


Welche Chance haben Heidenauer Händler und Vereine?


Von den rund 25 Ständen sollen so viele wie möglich von Heidenauern betrieben werden. „Wir wollen keinen Wanderzirkus“, sagt Frank Schröder. Aber es muss ein weihnachtliches Angebot sein. Auch für die Bühnendarbietungen sind Bewerbungen und Ideen der Heidenauer gefragt. 
Händler bewerben sich bis Ende September unter www.haendler-portal.com.


Was wird mit dem Märchenumzug zum Auftakt?


Die Schneekönigin mit ihrem Gefolge eröffnet auch dieses Jahr wieder den Weihnachtsmarkt – nur ohne Pferd. Aus Sicherheitsgründen. Ob sie stattdessen wie Kater Schlau Quad fährt, bleibt abzuwarten.


Gibt es wieder einen Stollenanschnitt?


Voriges Jahr gab es ihn wieder, den Stollenanschnitt, für den acht Bäcker ihr Backwerk beisteuern. Die neuen Weihnachtsmarkt-Macher sind jeder Idee gegenüber aufgeschlossen. „Wenn es das schon mal gab, warum nicht, prinzipiell ist das nicht verkehrt“, sagt Frank Schröder. Der gebürtige Dohnaer organisiert mit seiner Firma unter anderem den Weihnachtsmarkt auf der Prager Straße in Dresden, im Landkreis ist Heidenau die erste Stadt. Für das Stadtfest hier hat er sich auch beworben.

 

 

Quelle Sächsische Zeitung vom 09.07.2019
Fotos: © Daniel Schäfer
von Heike Sabel

 

Foto: Die Tasse zum Fest: 5 000 Stück gibt es, für drei Euro das Stück. © Daniel Schäfer